Praxen und Gesundheitsberufe
Praxen
Im Einzelnen
Was auf einer Praxisseite zuerst beantwortet werden muss
Wer eine Praxisseite aufruft, kommt mit einer kurzen Liste von Fragen: Werde ich hier überhaupt angenommen, wann ist die Sprechstunde, wie erreiche ich die Anmeldung, und wie komme ich hin. Wir bauen die Seite für den Fall, dass diese Fragen am Handy gestellt werden und nicht in Ruhe am Schreibtisch.
Eine Seite, die darauf erst nach mehreren Klicks und langer Ladezeit antwortet, stellt sich zwischen die Frage und die Antwort. Bei uns steht die Erreichbarkeit deshalb ganz oben und nicht hinter einer Bildstrecke: Telefonnummer als Link, Sprechzeiten als Text statt als Foto eines Aushangs, Anschrift und Anfahrt in einer Form, die auch ein Kartendienst versteht. Wie wir das technisch lösen, steht bei den Websites ohne Redaktionssystem.
Warum ein Redaktionssystem in einer Praxis schlecht altert
Ein Redaktionssystem verspricht, dass Sie Ihre Inhalte selbst pflegen. Diese Pflege ist Arbeit, und den Aufwand trägt jemand im Betrieb, der eigentlich etwas anderes zu tun hat.
Was daneben passiert: Das System fordert alle paar Wochen ein Update für sich, für seine Erweiterungen und für die Designvorlage. Bleibt das liegen, wächst die Angriffsfläche an einer Stelle, die im Betrieb niemand beobachtet. Wir kennen das aus eigener Erfahrung. Die beiden Systeme, mit denen wir vor vinkla gearbeitet haben, ein Joomla und ein WordPress, sind beide kompromittiert worden: eine Erweiterung mit bekannter Lücke, ein Update, das liegen blieb.
Unsere Antwort darauf ist eine Seite ohne Redaktionssystem und ohne Datenbank. Die fertigen Dateien liegen vor, bevor jemand sie anfragt, und es läuft nichts, das übernommen werden könnte.
Der ehrliche Preis dafür: Sie ändern nichts selbst. Neue Sprechzeiten, eine neue Ärztin oder eine geschlossene Woche zwischen den Jahren schreiben Sie uns kurz, und wir bauen es. Das gehört zur laufenden Betreuung und ist für eine Praxis, die ein paar Mal im Jahr etwas ändert, der ruhigere Weg.
Portale, Terminbuchung und die Frage, wer den Kontakt hält
Terminbuchung über einen Dienstleister kann die Anmeldung entlasten, und wir reden sie nicht schlecht. Die Oberfläche ist vielen Patientinnen und Patienten vertraut, und der Ablauf funktioniert. Wenn Sie Doctolib einsetzen, binden wir den Weg dorthin sauber ein und lassen das System, wie es ist.
Anders liegt der Fall bei Bewertungs- und Vermittlungsportalen wie Jameda. Dort ist die Position in der Liste ein Produkt, das verkauft wird: Wer für Sichtbarkeit zahlt, steht über dem, der nicht zahlt. Jameda vermietet Ihre Position an die Praxis nebenan. Eine eigene Seite, die für Ihren Ort und Ihr Fachgebiet gefunden wird, holt diesen Teil zurück. Wie wir an der Auffindbarkeit arbeiten, steht unter Sichtbarkeit in Suche und Assistenten.
Achten Sie dabei auf einen Punkt, der auseinanderlaufen kann: Sprechzeiten und Telefonnummer sollten auf Ihrer Seite, im Google-Unternehmensprofil und in den Portalprofilen gleich lauten. Wo die Angaben auseinandergehen, greift ein Assistent eine davon heraus und gibt sie als Auskunft über Ihre Praxis aus. Was dort heute über Sie gesagt wird, sehen wir uns beim KI-Sichtbarkeits-Check an.
Datenschutz: auf unseren Seiten entsteht keine Datenerhebung
Zu Ihren Pflichten als Praxis sagen wir nichts, das ist Sache Ihrer Rechtsberatung. Wir sagen nur, was auf der Website passiert, die wir bauen: nichts.
Es gibt kein Kontaktformular, über das jemand ein Anliegen schildert, das danach irgendwo liegt. Es gibt keine Analyse-Skripte und keine Zählpixel. Die Schriften werden von derselben Adresse ausgeliefert wie die Seite selbst, ein fremder Schriftserver ist nicht beteiligt, und beim Aufruf wird nichts von Dritten nachgeladen. Gesundheitsdaten erheben wir nicht, in keiner Form und an keiner Stelle.
Solange nichts von Dritten eingebettet ist, kommt eine solche Seite ohne Einwilligungsbanner aus. Wo nichts erhoben wird, gibt es nichts, wozu jemand einwilligen müsste. Kommt später eine Einbettung dazu, etwa eine Karte oder eine Buchungsstrecke, sagen wir Ihnen vorher, was sich damit ändert.
Barrierefreiheit ist bei einer Arztpraxis kein Zusatz
WCAG 2.1 AA ist bei uns der Ausgangspunkt für jede Seite und kein Aufpreis. Bei einer Arztpraxis ist das besonders wenig verhandelbar, weil Ihre Seite auch mit vergrößerter Schrift, allein über die Tastatur oder mit einem Screenreader benutzt wird.
Konkret heißt das: Text, der bei doppelter Schriftgröße nicht auseinanderfällt, ein Fokusrahmen, der beim Durchtabben sichtbar bleibt, Kontraste, die auch auf einem Handy im Freien tragen, eine Überschriftenstruktur, die ein Screenreader vorlesen kann, und eine Navigation, die am kleinen Bildschirm nicht verschwindet. Nachgemessen wird das an der gebauten Seite, in echten Fenstergrößen und mit der Tastatur.
Wenn es mehr als einen Standort gibt
Eine Praxisgruppe mit mehreren Adressen hat eine zusätzliche Aufgabe: Jeder Standort braucht eine eigene Seite mit eigener Telefonnummer, eigenem Impressum und eigener Adressierung, sonst sucht die lokale Suche sich selbst aus, welche Adresse sie für die richtige hält. Für das Herzzentrum Kiel haben wir drei Standorte so getrennt und trotzdem unter einem Auftritt zusammengeführt. Die gebaute Seite steht unter Projekte.
Wie ein Projekt anfängt
Am Anfang steht ein Gespräch über die Praxis und nicht über Technik: Fachgebiet, Standorte, wer die Anmeldung macht, was heute online steht und was daran schiefläuft. Daraus ergibt sich der Umfang. Passt ein Projekt nicht zu uns, sagen wir das im ersten Gespräch.
Die Bauweise dahinter haben wir unter Websites ohne Redaktionssystem beschrieben. Wenn Sie eine Praxiswebsite erstellen lassen wollen, schreiben Sie uns über die Kontaktseite. Ob Ihre Praxis in Kiel, im Umland oder weiter weg liegt, ändert an der Arbeit wenig: die Seiten werden statisch ausgeliefert und funktionieren überall. Wer anruft, spricht mit dem, der baut.
Nächster Schritt
Schreiben Sie, wie es bei Ihnen aussieht. Wir melden uns mit einer Einschätzung.